Interaktion mit Kunden

Der obenstehende Abschnitt beschreibt die Möglichkeiten zur Gewinnung von nützlichen Informationen und von Feedback durch potenzielle Kunden. Doch wie genau lassen sich diese Informationen gewinnen? Wie interagieren wir am besten mit Menschen, welche wir noch nicht kennen? Diese Frage sollte vor der Produktion (und erst recht vor der Verbreitung) zielführender Inhalte beantwortet werden können.

Es reicht bei Weitem nicht aus, Informationen zu generieren und zu streuen.

Wir leben in der Zeit der Social Media und genießen dadurch wunderbare Möglichkeiten der Kommunikation mit Kunden. Und genau diese Möglichkeiten müssen wir im Content Marketing nutzen.

Aber Vorsicht!

Bei der Verbreitung von Inhalten in sozialen Netzwerken lauern viele Gefahren. Nie haben Sie die volle Kontrolle über die in Social Media gestreuten Informationen.

Warum?

Der durch Sie veröffentliche Content kann kommentiert und bewertet werden. Die dadurch entstehenden Posts werden durch Leser anders empfunden als die ursprüngliche Message. Mögliche Effekte sind:

  • Verstärkung
  • Abwertung
  • Interpretationen
  • und viele mehr

Aus diesem Grunde ist es ratsam, Inhalte nicht blind zu streuen, sondern zunächst potenzielle Zielgruppen innerhalb der Social Media zu beobachten und Ihren potenziellen Kunden zuzuhören. Die Möglichkeiten bei der Beschaffung von Informationen über Ihre Zielgruppe durch solche Kanäle sind nahezu grenzenlos, verlangen aber eine gewisse Erfahrung. Ist diese Erfahrung nicht vorhanden, so können bereits ein paar Stunden Beratung durch eine Content Marketing-Agentur sehr hilfreich sein.

Aber auch hier ein paar Ratschläge.

  • Suchen Sie die Fanpages Ihrer Konkurrenz heraus und analysieren Sie die Beiträge mit den meisten Likes.
  • Finden Sie Social Media-Gruppen, welche Ihrer Branche thematisch nahe stehen. Achten Sie darauf, welche Fragen die Mitglieder dieser Gruppen stellen. Denken Sie darüber nach, welche Antworten Sie auf diese Fragen geben würden und vergleichen Sie diese mit den tatsächlichen Antworten aus der Gruppe. Welche Kommentare folgen diesen Antworten?
    Haben Sie genug Gespür für die Dynamik innerhalb der Gruppen entwickelt, so können Sie beginnen, selbst zu posten und die Reaktionen beobachten.
  • Analysieren Sie von Anfang an die Ergebnisse in quantitativer und qualitativer Hinsicht. (Für quantitative Analysen liefern Social Media meist genügend Tools, welche für Anfänger allemal ausreichend sind).
  • Bleiben Sie konsequent im Umgang mit Ihren Inhalten

 

Konsequent bleiben… Ihre Informationsinhalte müssen zum Content Marketing werden… Aber wie?

Content Marketing ist vor allem ein extrem konsequenter und zielführender Umgang mit Inhalten. Anders als Viele annehmen, geht es hier nicht nur um Ziele wie die Erhöhung des Bekanntheitsgrades Ihres Unternehmens oder die Verbesserung Ihres Ratings bei Google, sondern vielmehr um kleinere, aber auch um sehr konkrete und präzise Ziele, wie beispielsweise die Kostensenkung für die Kundengewinnung des Produkts A um x %. Diese Ziele lassen sich von Ihren Unternehmenszielen ableiten und dann in zahlreiche kleine Aufgaben hinunterbrechen. Nach der Definition konkreter und messbarer Ziele bleibt nicht mehr viel Raum für unproduktive oder nicht zielführende Maßnahmen. All dies ermöglicht es uns, ein gut definiertes Konstrukt zu schaffen, in dem jedes kleinste Bauelement einem einzelnen Informationselement (Wort, Bild, Artikel) entspricht. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, unsere Bauelemente ganz genau zu erfassen, zu kontrollieren und ordentlich zu lagern. Überraschend eröffnet sich hier eine ganz andere Seite des Content Marketing, welche mehr mit Fleiß, Disziplin und Kontrolle zu tun hat als mit der hier vielleicht eher erwarteten Kreativität.

Hier gilt es:

  • alle existierenden Informationsinhalte (Content) zu erfassen
  • die Informationsinhalte hinsichtlich ihrer Aktualität und Qualität zu bewerten
  • nützlichen Content zu selektieren und nicht nutzbaren Content herauszufiltern

Ein wichtiger Begriff in diesem Zusammenhang ist der des Content Audit. Dieses umfangreiche Thema behandele ich in meinen Content Marketing-Workshops.Hier eine kurze Erklärung zum Begriff.

Sicherlich kennen Sie das Wort Inventur. Niemand würde die Notwendigkeit dieser Maßnahme in Frage stellen. Ein jedes Unternehmen sollte stets wissen, was es besitzt und in welchem Zustand sich dieser Besitz befindet (ganz zu schweigen von gesetzlichen Verpflichtungen). Rohmaterial ist hierbei ebenso akribisch zu erfassen wie fertige Erzeugnisse und Fremdartikel.

Im „Lager“ eines Content Marketing Spezialisten ist dies nicht anders. Und ebenso wie in einem Lager gute Gabelstapler und Regalsysteme nötig sind, benötigt gutes Content Marketing spezielle Software zur Lagerung, Überwachung, Systematisierung und sogar zum Wiederauffinden von Informationen.

An dieser Stelle möchte ich kleine Firmen und Selbstständige beruhigen: Sie sind nicht zu klein dafür! Es stehen Lösungen für jede Unternehmensgröße zur Verfügung. Mit diesem Thema wird sich unser nächster Beitrag beschäftigen.

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